CPL Filter Dashcam 2026 – Was er bringt und wann er sinnvoll ist

CPL Filter Dashcam 2026 – Was er bringt und wann er sinnvoll ist

ConnectDrive Ratgeber · Mai 2026 · 5 Min. Lesezeit

Rund 210 Suchanfragen pro Monat drehen sich in Deutschland um den CPL-Filter für Dashcams – und die meisten Menschen, die danach suchen, haben eine einfache Frage: Lohnt sich das Zubehör wirklich? Die ehrliche Antwort ist: es kommt darauf an. Dieser Ratgeber erklärt, wann der Filter einen Unterschied macht und wann er kontraproduktiv ist.

Was ist ein CPL-Filter?

CPL steht für Circular Polarizing Lens – auf Deutsch: Zirkularpolarisationsfilter. Es handelt sich um ein kleines, rundes Filterglas, das direkt vor das Kameraobjektiv geschraubt oder gesteckt wird. Im Inneren befindet sich ein polarisierender Film, der bestimmte Lichtwellen herausfiltert.

In der Fotografie kennt man Polfilter vor allem zur Vertiefung von Himmelsfarben oder zur Reduktion von Spiegelungen auf Wasseroberflächen. Bei Dashcams wird er für einen spezifischen Zweck eingesetzt: das Herausfiltern von Reflexionen auf der Windschutzscheibe.

Ein CPL-Filter lässt sich am Objektiv drehen. Durch Rotation stellt man den Polarisationswinkel ein und kann so die Stärke der Reflexionsreduktion anpassen – je nach Sonnenstand und Fahrtrichtung.

Was bringt ein CPL-Filter der Dashcam?

Der Hauptnutzen ist klar: Der Filter reduziert Spiegelungen der Windschutzscheibe im Kamerabild. Bei moderner Sonneneinstrahlung oder bestimmten Beleuchtungssituationen – etwa bei Tunnelausfahrten oder tief stehender Sonne – kann das Armaturenbrett oder die Innenraumbeleuchtung als Reflexion in den Aufnahmen auftauchen. Der CPL-Filter blendet diese Reflexionen heraus.

Weitere Vorteile:

  • Bessere Lesbarkeit von Nummernschildern bei Gegenlicht
  • Höherer Farbkontrast bei Tageslicht (sattere Farben, mehr Tiefe)
  • Reduzierte Blendeffekte bei direkter Sonneneinstrahlung
  • Schutz des Objektivs vor UV-Strahlung als Nebenwirkung
Der Hauptvorteil in der Praxis: Bei Fahrten mit Sonneneinstrahlung von vorne oder starkem Gegenlicht verbessert der CPL-Filter die Bildqualität spürbar – besonders bei der Dokumentation von Unfällen mit schwierigen Lichtverhältnissen.

Wann lohnt sich ein CPL-Filter?

Situation CPL sinnvoll? Grund
Tagesfahrten bei Sonnenschein Ja Reflexionsreduktion am wirksamsten
Gegenlicht / tief stehende Sonne Ja Bessere Sichtbarkeit von Nummernschildern
Tunnelausfahrten, Lichtkontraste Ja WDR wird durch Filter unterstützt
Nachtfahrten Nein Filter reduziert Lichteinfall um 1–2 Blendenstufen
Bedeckter Himmel, diffuses Licht Neutral Kaum Reflexionen, Filter bringt wenig Mehrwert
Starker Regen Nein Lichtreduktion nachteilig, Scheibenreiniger stört Filter nicht

Wann schadet der CPL-Filter mehr als er nützt?

Der entscheidende Nachteil eines CPL-Filters: Er reduziert die Lichtmenge, die auf den Sensor trifft, um etwa 1–2 Blendenstufen. Das entspricht einer Halbierung bis Viertelung der Lichtmenge. Bei Tageslicht ist das unkritisch. Bei Nacht oder Dämmerung führt es zu dunkleren, rauschärmeren Aufnahmen – was den Sicherheitswert der Dashcam erheblich mindert.

Praktische Empfehlung: Wer seinen CPL-Filter nicht täglich ein- und ausbauen möchte, sollte abwägen, ob der Großteil der Fahrten bei Tageslicht oder in der Nacht stattfindet. Schichtarbeiter, Pendler mit Nachtfahrten oder Ganzjahresnutzer in nördlicheren Regionen profitieren weniger vom Filter.

Manche Dashcam-Modelle haben sehr kleine Objektive oder außergewöhnliche Durchmesser, für die kein passender CPL erhältlich ist. Vor dem Kauf immer den Objektivdurchmesser der eigenen Dashcam prüfen.

Wie baut man einen CPL-Filter ein?

Das Einbauen ist denkbar einfach: Der CPL-Filter wird auf das Dashcam-Objektiv geschraubt (Gewindefilter) oder aufgesteckt (Magnethalterung). Die meisten Hersteller bieten modellspezifische Filter mit passendem Durchmesser an.

Nach der Montage den Filter drehen, bis Reflexionen im Live-Bild minimal werden. Den optimalen Winkel findet man am besten bei sonnigem Wetter und direktem Blick auf eine reflektierende Windschutzscheibe. Anschließend bleibt die Einstellung in der Regel konstant – außer die Fahrtrichtung ändert sich stark relativ zum Sonnenstand.

Welcher CPL-Filter für welche Dashcam?

CPL-Filter sind in der Regel modellspezifisch, da der Objektivdurchmesser variiert. Wichtige Beispiele:

Dashcam-Marke Empfohlener CPL Preis ca.
Viofo (A229, A119) Viofo CPL-200 oder CPL-300 ~20 €
70mai (A510, A800SE) 70mai Original CPL ~24 €
GKU (D600, D900) GKU CPL oder NEEWER 40mm ~17–20 €
Botslab (G980H) Botslab CPL Lens Filter ~20 €
Universal (37–46mm) NEEWER Universal CPL ~17 €

Vor dem Kauf unbedingt den genauen Objektivdurchmesser in der Bedienungsanleitung oder auf der Herstellerwebseite prüfen. Universal-Filter funktionieren nur, wenn der Durchmesser exakt passt.

Für alle ConnectDrive Dashcams ist der passende Objektivdurchmesser in den jeweiligen Produktspezifikationen angegeben. Universal-CPL-Filter mit dem entsprechenden Maß sind online für 15–25 Euro erhältlich.

Häufige Fragen zum CPL-Filter für Dashcams

Was bringt ein CPL-Filter bei einer Dashcam?
Ein CPL-Filter (Zirkularpolarisationsfilter) reduziert Reflexionen und Spiegelungen auf der Windschutzscheibe, verbessert den Farbkontrast bei Tageslicht und erleichtert die Lesbarkeit von Nummernschildern bei Gegenlicht. Bei Nachtfahrten ist er kontraproduktiv, da er die Lichtmenge reduziert.
Brauche ich einen CPL-Filter für meine Dashcam?
Für reine Tagfahrten und sonnige Regionen ist ein CPL-Filter eine sinnvolle Ergänzung, die die Videoqualität in schwierigen Lichtsituationen verbessert. Wer viel nachts fährt, sollte auf den Filter verzichten, da er die Nachtbildqualität verschlechtert.
Wann sollte man keinen CPL-Filter verwenden?
Bei Nachtfahrten, Dämmerung, starkem Regen oder bedecktem Himmel sollte der CPL-Filter nicht verwendet werden. Er reduziert die Lichtmenge und kann zu dunkleren, qualitativ schlechteren Aufnahmen führen – was bei Unfällen in der Nacht den Beweiswert mindert.
Was ist der Unterschied zwischen CPL und ND-Filter?
Ein CPL-Filter filtert selektiv polarisiertes Licht und reduziert damit Reflexionen. Ein ND-Filter (Neutraldichte) reduziert die Lichtmenge gleichmäßig, ohne Reflexionen gezielt zu bekämpfen. Für Dashcams ist der CPL-Filter die relevante Option – ND-Filter werden in der Dashcam-Welt kaum verwendet.
Passt ein CPL-Filter auf alle Dashcams?
Nein. CPL-Filter sind nach Objektivdurchmesser bemessen (typisch: 37mm, 40mm, 46mm). Die meisten Hersteller (Viofo, 70mai, GKU, Botslab) bieten modellspezifische Filter an. Universal-Filter funktionieren, wenn der Durchmesser exakt passt – vor dem Kauf immer das eigene Modell prüfen.

CPL-Filter: passende Dashcams bei ConnectDrive

Dashcams ohne Bildschirm bieten oft mehr Platz für einen sauber montierten CPL-Filter. Unser Empfehlungsmodell: ConnectDrive Dashcam 4K WiFi GPS ohne Bildschirm — kompakt, spiegelungsfrei, mit App-Steuerung.

Alle 4K-Modelle findest du in der Dashcam 4K Kollektion.

Weitere nützliche Guides:

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